FörderungMai 2026 · 10 Min. Lesezeit

Förderung 2026: KfW, BAFA und Co. – alle Programme im Überblick

Welche Förderungen gibt es für energetische Sanierung, PV, Wärmepumpe und Smart Home? Der komplette Guide für 2026.

KfW-Programme

KfW 261/262 – Wohngebäude-Kredit

Für energetische Sanierung zum Effizienzhaus. Kredit bis 150.000 € pro Wohneinheit mit Tilgungszuschuss bis 45 %. Der Zinssatz beginnt bei 0,01 % effektiv – nahezu geschenkt.

KfW 270 – Erneuerbare Energien

Für PV-Anlagen, Speicher, Windkraft und Biogas. Bis zu 100 % der Investitionskosten finanzierbar. Laufzeiten bis 20 Jahre, tilgungsfreie Anlaufjahre möglich.

KfW 458 – Heizungsförderung

Zuschuss für den Heizungstausch: 30 % Grundförderung + bis zu 40 % Boni. Maximal 70 % auf 30.000 € = bis zu 21.000 € Zuschuss.

BAFA-Förderung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert Einzelmaßnahmen:

  • Heizungstausch: 30–70 % Zuschuss (je nach Bonuskombination)
  • Gebäudehülle: 15–20 % für Dämmung, Fenster, Türen
  • Anlagentechnik: 15–20 % für Lüftungsanlagen
  • Energieberatung: 50 % der Beratungskosten (max. 650 €)

Wichtig: BAFA-Förderung muss VOR Beginn der Maßnahme beantragt werden. Ein nachträglicher Antrag ist nicht möglich!

Kommunale Zuschüsse

Viele Städte und Gemeinden bieten zusätzliche Förderungen:

  • PV-Anlagen: 50–500 € pro kWp (z.B. München, Freiburg)
  • Wallboxen: 200–900 € Zuschuss (z.B. Düsseldorf, Stuttgart)
  • Gründächer: 10–30 €/m² (z.B. Hamburg, Berlin)
  • Regenwassernutzung: 500–2.000 € (je nach Kommune)

Prüfe die Förder-Datenbank auf unserer Finanzierungsseite für deine Kommune.

Steuerliche Förderung

Alternativ zu KfW/BAFA kannst du energetische Sanierungsmaßnahmen steuerlich absetzen (§ 35c EStG):

  • 20 % der Kosten über 3 Jahre absetzbar
  • Maximal 40.000 € pro Wohneinheit
  • Gilt für selbstgenutztes Wohneigentum
  • Nicht kombinierbar mit KfW/BAFA

Die steuerliche Förderung lohnt sich vor allem bei hohem Einkommen und Maßnahmen, die nicht in die BAFA-Systematik passen.

So beantragst du richtig

  1. Energieberater beauftragen (für KfW-Effizienzhaus Pflicht, sonst empfohlen)
  2. Maßnahme planen und Angebote von Handwerkern einholen
  3. Förderantrag stellen – BEVOR die Maßnahme beginnt
  4. Bewilligung abwarten (4–8 Wochen)
  5. Maßnahme durchführen und dokumentieren
  6. Nachweise einreichen und Zuschuss/Kredit erhalten

Prüfe, welche Förderungen für dein Projekt verfügbar sind.

Zum Förder-Vergleich →

Häufige Fehler vermeiden

  • Zu spät beantragen: Antrag MUSS vor Baubeginn gestellt werden. Ein unterschriebener Handwerkervertrag gilt bereits als Beginn.
  • Förderprogramme nicht kombinieren: KfW und BAFA lassen sich oft stapeln – nutze das aus.
  • Energieberater vergessen: Für viele Programme Pflicht. Die Beratung selbst wird mit 50 % gefördert.
  • Kommunale Förderung übersehen: Kann zusätzlich mehrere Tausend Euro bringen.

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